Die Entwicklung dieses Trocken-Hausbau-Systems basiert auf den Erkenntnissen aus dem Fachbuch:

Entwicklungswandel Wohnungsbau - Neue Gebäudekonzepte im Wohnungsbau
von Karsten Tichelmann und Jochen Pfau aus dem Vieweg Verlag (ISBN 3-528-07717-4)


Das Buch stellt die Frage nach der Zukunftsfähigkeit unserer Gebäude. Hier werden Forderungen gestellt, die ich zum Anlass genommen habe, ein Bausystem zu entwickeln, das die Vorteile des Trockenbaus mit der Einfachheit der "Stein auf Stein-Methode" im Nassbau kombiniert und dadurch einen sehr schnellen und kostengünstigen Hausbau ermöglicht.

Auszug:

  • Multifunktionale Bauteile sind einzusetzen, d. h. die Anforderungen (Funktionen) an ein Bauteil sollte möglichst nur mit einer Konstruktion erfüllt werden. Oder die Bauteile werden hinsichtlich der Anforderungen optimiert.
  • Verkürzung der Bauzeit
  • Weniger Abdichtungen, Verbindungen und Beschichtungen
  • Vermeidung unkontrollierter Wechselwirkungen
  • Verbundbauteile sind zu vermeiden, wenn sie im Verbund nicht sinnvoll recycelt, wieder verwendet oder entsorgt werden können
  • Einsatz von Klebeverbindungen unterbinden
  • Demontage und Instandhaltung planen
  • Leichtere Abfalltrennung und Wiederverwertung ermöglichen
  • Kühl- und Flächen-Heizungssysteme sind als integrative Einheiten ausgebildet
  • Bauteile weisen multifunktionale Eigenschaften auf und sind integrativ gedämmt

Die Vorfertigung im Wohnungsbau steht im Spannungsfeld zweier widersprüchlicher Tendenzen, welche die Schwierigkeiten des wirtschaftlichen Bauens ausmachen:

Einerseits macht rationalisierte Produktion die große Zahl gleicher Produkte (Häuser, Wohnungen) erforderlich. Andererseits ist die damit verbundene Einheitlichkeit dieser Produkte nicht gewünscht. Aus diesem Spannungsfeld heraus resultieren verschiedene Ansätze. Als sinnvolle Lösung wird die Entwicklung und Anwendung von seriellen Bauelementen (Baukastenprinzip) und deren flexible Integration in den Entwurf angesehen. Diesem Prinzip zufolge muss das System erlauben, aus einer möglichst geringen Anzahl unterschiedlicher Bauteiltypen, (die in großen Mengen produziert werden und damit die qualitative Überlegenheit sowie die Kostenvorteile von Serienprodukten aufweisen) eine möglichst große Vielfalt unterschiedlicher Produkte (Häuser und Wohnungen) zu kombinieren.